Feuer im Industriegebiet

Geschrieben von Jens Meyer

Dienstag, 15.05.2018
Einsatzart: Großbrand
Erste Alarmierung um 02:57 Uhr über Sirenen

Gegen 3 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage eines Betriebes an der Justus-von Liebig-Straße aus. Auch in diesem Fall handelte es sich nicht um einen Fehlalarm, sondern um ein reales Feuer.

Der stellv. Stadtbrandmeister Klaus Krebs war als erster vor Ort und fand auf dem Betriebsgelände eine Halle ca 30mx70m groß vor, welche völlig verqualmt war. Er lies sofort die Alarmstufe erhöhen. Somit wurden alle 5 Ortsfeuerwehren und 2 Löschgruppen sowie die ELO-Gruppe der Stadtfeuerwehr alarmiert. Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen übernahm die Einsatzleitung.

Aus bislang unbekannter Ursache waren in der gleichen Maschine wie am Vormittag zuvor, Kokosfasern in Brand geraten. Die Glutnester verteilten sich in den Entlüftungsrohren der Halle.
Die Ursache wird von den Brandermittlern der Polizei näher untersucht.

Das massive Kräfteaufgebot war notwendig, da die Arbeiten nur unter schwerem Atemschutz vorgenommen werden konnten. Nach dem Einsatz mussten die Atemschutzgeräte aufwendig gereinigt werden. 24 Kräfte waren unter schwerem Atemschutz im Einsatz.
Nach gut 2 Stunden konnte „Feuer aus“ gemeldet und die ersten Kräfte aus dem Einsatz entlassen werden.

Löschwasser wurde aus 1 Hydranten entnommen. Vorsorglich wurde eine zweite Versorgungsleitung aus dem „alten“ Indurstriegebiet aufgebaut.

Die Rohre und die Maschine mussten aufwendig in Handarbeit auseinander gebaut werden. Das Brandgut wurde dann entnommen und außerhalb der Halle abgelöscht. Die Metallteile wurden ebenfalls aus der Halle befördert und dann in einer gesonderten Schuttmulde gelagert.

Die Drehleiter wurde in die Halle gefahren, so dass die Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz gefahrlos arbeiten konnten. Mit 3 Hochleistungslüftern wurde die Halle rauchfrei geschaffen. Die Löscharbeiten wurden mit 1 B- & 2 C-Hohlstrahlrohren vorgenommen.

Vor Ort informierten sich auch Kreisbrandmeister Michael Wessels und seine beiden Stellvertreter Hartmut Sprecht und Thorsten Borgstedt.

Vorsorglich wurde auch ein Rettungswagen aus Drentwede hinzugezogen. Die Besatzung wurde aber nicht gefordert.

Gegen 6 Uhr war der Einsatz beendet.



Eingesetzte Kameraden (gesamt): 100
Eingesetzte Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr Twistringen
ELW 1, TLF 16/25, DLK 18/12, HLF 20, GW-Logistik, MZF, MTW (Jfw),

Weitere Kräfte:

OrtsFW Borwede mit TSF
OrtsFW Natenstedt mit TSF
OrtsFW Rüssen mit TSF-W
OrtsFW Heiligenloh mit Löschgruppe Ridderade mit LF10, TLF 2000 und TSF
RTW aus Drentwede
Polizei
Energieversorger

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