Jahreshauptversammlung Heiligenloh

Geschrieben von Jens Meyer

Sonntag, 07.01.2018

Viele Ehrungen – arbeitsreiches 2017 – Schütte neuer Ortsbrandmeister

Seine letzte Jahreshauptversammlung als Ortsbrandmeister eröffnete Friedrich Wellhausen am Samstagabend im Feuerwehrhaus in Heiligenloh. Er konnte unter den 63 Anwesenden viele Gäste begrüßen. So auch die beiden stellv. Kreisbrandmeister Hartmut Specht (Nord) und Torsten Borgstedt (Süd). Er ist erst vor wenigen Tagen in diesem Amt bestätigt worden und begleitet die anderen Funktionsträger um Erfahrung für die Jahreshauptversammlungen zu bekommen.

Ein arbeitsreiches Jahr 2017 liegt zurück.

 

Wellhausen ging auf ein paar Besonderheiten ein. Die Fusion mit der Ortsfeuerwehr Ridderade, welche durch eine gemeinsame Versammlung mit sehr großer Mehrheit im April beschlossen wurde; die neuen Aufgaben im Löschzug West; die Überarbeitung der Standard-Einsatzregeln und Verbesserung des Zusammenspiels durch gemeinsame Dienste.

28 Einsätze mussten die Heiligenloher zusammen mit der nun Löschgruppe Ridderade bewältigen. Davon 2 Verkehrsunfälle und 8 Fehlalarme. Die Hälfte war aber bedingt durch die Stürme in 2017. Diese zogen sich auch wie ein „Roter Faden“ durch die gesamte Versammlung. Ein Einsatz auf Bahngelände, Ölspuren, 6 Brandeinsätze und auch ein Gefahrguteinsatz rundeten Wellhausens Bericht ab. „Unser Aufgabenbereich hat sich verändert“, lautet sein Resümee.

Die Wettbewerbsbahn wurde neu angelegt und das neue Konzept ohne einen anschließenden Ball wurde gut angenommen „bei der Siegerehrung gab es keinen freien Platz mehr“.

Arnd Brand hatte beim erstmals aufgebauten Infostand auf dem Bauernmarkt viel Spaß. Auch dieses Konzept ist aufgegangen. So konnten zumindest neue Mitglieder für den Förderverein gewonnen werden.

„Euer 1. Jahr als stellv. Ortsbrandmeister und neuer Schriftwart habt ihr super gemeistert“, zollte Wellhausen Lob an Matthias Lüschen und Sven Blumberg.

Am Ende ging er auf die aktuelle Berichterstattung bzgl. Angriffe auf Rettungskräfte ein.

Lüschen trug Details zu den Diensten vor. U.a. wurde mit der Drehleiter aus Twistringen geübt, da man nun mit dieser auch umgehen können muss. An einem Abend war das Thema Flächenbrand vorgesehen. Zu diesem kam es aber nicht mehr, da die Mannschaft zu einem Einsatz ausrücken musste. Flächenbrand in Rüssen. Außerdem machte man sich mit dem nun vergrößerten Ausrückebereich vertraut. Für 2018 steht die Ausbildung am neuen Einsatzleitwagen an und eine Vertiefung in die Standard-Einsatzregeln.

Die Fachwarte rundeten den Jahresbericht ab.

4.259 Stunden wurden von den 49 aktiven Mitgliedern geleistet. Das entspricht rund 87 Std je aktivem Mitglied (Vorjahr 73).

Maik Nordloh ist auch Betreuer in der Jugendfeuerwehr. An 2 Diensten konnten die Jugendlichen bei den Aktiven mitmachen. Sie waren so begeistert, dass sie nun alle in die Ortsfeuerwehr Heiligenloh eintreten möchten, „wer möchte das nicht“, so Nordloh schmunzelnd.

„Nun steht da wieder der Opel-Blitz drin“, so Sascha Haase. Er war der Verantwortliche für die Sanierung des alten Feuerwehrhauses an der Dorfstraße. Diese hat zur Erhaltung des schönen Dorfbildes beigetragen. Hierfür wurden über weitere 400 Std geleistet.

Die Amtszeit von Wellhausen läuft im Sommer 2017 ab. Die Versammlung schlug Carsten Schütte als seinen Nachfolger vor. Gemäß Satzung musste diese Wahl geheim erfolgen. Bei nur 1 Gegenstimme und 1 Enthaltung wurde er von den 40 Stimmberechtigten mit überwältigender Mehrheit gewählt.

Die Ehrungen und Beförderungen schlossen sich an.

Niklas Fehner und Tobias Matzat zu Oberfeuerwehrmännern

Florian Meyer-Meinking und Markus Müller zu Hauptfeuerwehrmännern

Cord-Hinrich Runge zum Löschmeister

Dennis Speckmann zum Oberlöschmeister

Matthias Lüschen zum Hauptlöschmeister

Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen hatte als Überraschung noch die Dankesurkunde vom niedersächsischen Ministerpräsidenten für die Hilfestellung beim Hochwasser in Hildesheim im Gepäck.

Hartmut Specht nahm die Ehrungen vor.

Lars Huntemann für 25J Mitgliedschaft

Arnd Brand und Jörg Rost für 40J. Mitgliedschaft

Dieter Veting, Heinrich Behrens und Heinz-Günter Meins für je 60J Mitgliedschaft.

Niklas Fehner erhielt die Auszeichnung als aktivster Feuerwehrmann 2017 u.a. mit einer Dienstbeteiligung von 100%.

In ihrem Grußwort ging der Dank von Ortsbürgermeisterin Anke von der Lage-Borchers an Sascha Haase. Das Feuerwehrhaus ist von der Optik her wirklich gelungen. Sie fand es auch hervorragend, dass die Hütte voll ist. Es war wirklich kein Sitzplatz mehr frei. Der Versammlungsraum hatte an diesem Abend seine Kapazitätsgrenze erreicht.

Carsten Werft als Fachbereichsleiter hatte Julia Wellhausen als neue Sachgebietsleiterin „Gefahrenabwehr“ dabei. Sie stellte sich kurz vor.

Werft ging dann auch auf das sehr ereignisreiche Jahr 2017 ein. Die Fusion mit Ridderade war ein vernünftiger Schritt. Er zollte Hochachtung bei der Organisation der Wettbewerbe. Die Stürme haben 2017 auch die Stadtverwaltung und den Bauhof beschäftigt. Die Feuerwehr sorgt in der Politik für wenig Diskussion.

In allen Feuerwehrhäusern muss nachbessert werden. Dies hatte eine Besichtigung in 2017 durch die Feuerwehr-Unfallkasse (Berufsgenossenschaft) ergeben.

Er dankte „Fiddi“ Wellhausen für die super und angenehme Zusammenarbeit. Friedrich habe nie überzogene Forderungen gestellt.

Meyer-Hanschen ging auf das Geschehen auf Stadteben ein. Das Fahrzeugkonzept wird unter taktischen Gesichtspunkten weiter entwickelt. Der Ausbau des neuen Einsatzleitwagens für Ridderade soll im Frühsommer abgeschlossen sein. Es wurde in den Trinkwasserschutz investiert. Er ist froh und stolz über den Ablauf der Umstrukturierung.

Hartmut Specht zog den Hut. „Fusion und die zusätzlich geleistete Arbeit. Ich werde nach außen hin Werbung machen“. Wenn er im Bezug auf Fusion gefragt werden wird, dann wird er ganz sicher auf Heiligenloh verweisen. Ende 2018 sollen lt. Aussage des Landkreises neue Meldeempfänger angeschafft werden. Er berichtete außerdem über Baumaßnahmen, Lehrgänge und die ab 2018 neuen Wettbewerbe.

Arnd Brand (Ridderade) bedankte sich für die „Integrationspolitik“, welche die Heiligenloher mit seiner Truppe betrieben haben. „Wir wurden sofort als Gleichberechtigte mit aufgenommen“. Er dankte auch seinen Leuten, dass sie sich auf das „Abenteuer“ eingelassen hatten.

Carsten Schütte und Matthias Lüschen gaben einen Rückblich aus der Amtszeit von Friedrich Wellhausen.

Dieser schloss nach etwas über 2 Stunden seine letzte Versammlung:“ihr seid eine tolle Truppe“.



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