Gefahrguteinsatz

Geschrieben von Matthias Thom

Montag, 04.12.2017
Einsatzart: Technische Hilfeleistung
Erste Alarmierung um 09:50 Uhr über große Schleife

Text im Hauptteil mit weiterführendem Link mit Video.

Twistringen (mt) - Bei Entsorgungsarbeiten von Altöl auf einem Betriebsgelände in Twistringen/Neuenmarhorst kam es heute Vormittag zu einem Zwischenfall, der die Feuerwehr auf den Plan rief. Der Mitarbeiter einer Entsorgungsfirma hatte neben dem bereitgestellten Altöl auch einen Behälter mit 1000l reiner Schwefelsäure mit in seinen Tankwagen abgepumpt. Nach dem die Mischung zu reagieren begonnen hatte, alarmierten die Personen vor Ort die Feuerwehr. Auf Grund der Stoffmenge und der ersten Lagemeldung alarmierte die Leitstelle in Diepholz neben den Feuerwehren Twistringen mit Löschgruppe Marhorst, Borwede und Heiligenloh zusätzlich noch die Gefahrgutstaffel Nord, die Messgruppen Nord und Süd, den Fachberater Gefahrgut, sowie den Gefahrgutzug der 1. Kreisfeuerwehrbereitschaft. Mit diesem Aufgebot hätten Kräfte aus dem gesamten Norden des Landkreises Diepholz die Einsatzstelle in Twistringen angelaufen. Die ersteintreffenden Kräfte aus Twistringen konnten dann allerdings schnell Entwarnung geben. Die Reaktion der beiden Stoffe war nicht so stark wie zunächst angenommen, zudem war kein Gefahrstoff ausgetreten. Nach Abstimmung mit dem Fachberater Gefahrstoff der Kreisfeuerwehr Ingo Arnold und einer durchgeführten Temperaturmessung war klar, dass die externen Einheiten die Einsatzstelle nicht mehr anlaufen mussten. Lediglich der Gerätewagen Gefahrgut, der in Syke stationiert ist, lief die Einsatzstelle an. Auch die Atemschutzunterstützungsgruppen der Stadtfeuerwehr Bassum, die zwischenzeitlich alarmiert worden waren, konnte am Standort verbleiben. Von den verbleibenden Kräften der Stadtfeuerwehr Twistringen wurde eine Wasserversorgung über mehrere hundert Meter zum etwas außerhalb gelegenen Betriebsgelände gelegt und ein Wasserwerfer zur ggf. notwendigen Kühlung in Stellung gebracht. Die regelmäßigen Temperaturkontrollen zeigten im Laufe einer Stunde dann allerdings, dass die chemische Reaktion bereits wieder abklang und das Gemisch sich weiter abkühlte. Die Einsatzstelle wurde nach ca. zwei Stunden an die Betreiberfirma übergeben, die die Entsorgung des Stoffgemisches in dem Tankwagen bei einer Spezialfirma in Auftrag gegeben hat. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützte den Einsatz mit einem Rettungswagen zur Eigensicherung der Kräfte der Feuerwehr, sowie mit Mannschaft und Gerät der Betreuungsgruppe Twistringen, die sich mit warmen Getränken auch bereits auf einen längeren Einsatz vorbereitet hatten. Dem Einsatzleiter Heinrich Meyer-Hanschen stand zudem die Örtliche Einsatzleitung des Rettungsdienstes als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Insgesamt waren letztlich 40 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr, des hauptamtlichen Rettungsdienstes und der ehrenamtlichen Betreuungsgruppe des DRK im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

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