Jugendfeuerwehr übt mit Aktiven

Geschrieben von Jens Meyer

Donnerstag, 10.08.2017

Besonderer Dienst für die Jugendfeuerwehr – zu beginn echter Einsatz

Mitgliedern der Jugendfeuerwehr in der Stadt Twistringen wird ab dem Alter von 16 Jahren die Möglichkeit gegeben, die sogenannte „Zweigleisigkeit“ zu nutzen. Sie können gleichzeit in der Ortsfeuerwehr aktiv mitmachen, in welche sie mit 18 Jahren übertreten werden.

Jörg Schuster und Heinrich Kramer hatten sich für den Dienst der Ortsfeuerwehr Twistringen am Montag den 07.08.2017 etwas einfallen lassen, bei dem 25 interessierte Jugendliche aktiv mitmachen konnten.
Eine tolle Idee, um schon mal „reinschnuppern“ zu können.
Ortsbrandmeister Matthias Harms sagte dann auch am Ende, dass wir diese Aktion bestimmt jedes Jahr wiederholen werden.

Um 19:30 Uhr sollte es am Feuerwehrhaus an der Konrad-Adenauer-Straße losgehen.
Die Mannschaften und Fahrzeuge (Twistringen, Marhorst und Rüssen) hatten sich einsatzbereit gemacht
Aber wie es bei der Feuerwehr häufig ist, kommt es anders als man denkt. Plötzlich lösten die Pieper aus, und sofort war klar, dass gehört nicht zur Übung, sondern ist ein Realeinsatz.
Somit mussten 4 Fahrzeuge sofort zu diesem Einsatz abrücken. Dadurch verzögerte sich der ganze Zeitplan und die Jugendlichen waren leider etwas später nach Hause gekommen. 2 Mädchen aus Rüssen, welche die „2-Gleisigkeit“ nutzen, hatten somit auch noch gleich eine Einsatzfahrt mit Martinshorn und Blaulicht.

Die eigentliche Übung fand am Schulzentrum an der Feldstraße statt. Hier wurde ein Kellerbrand im 16er-Trakt angenommen. Theaternebel sorgte für ein bischen Realität. In einem rauchfreien Klassenraum im ersten Obergeschoss wurden 4 Kinder vermisst. Dargestellt natürlich durch die Jugendfeuerwehr.

Wie im echten Einsatz wurden die Jugendlichen auf die Einsatzfahrzeuge aufgeteilt und erhielten ihre Aufträge. Sie mussten zusammen mit den aktiven Feuerwehrleuten der Ortsfeuerwehr Twistringen und Löschgruppe Marhorst die Wasserversorgung aufbauen, den Löschangriff unter schwerem Atemschutz vorbereiten, die Menschenrettung über die Drehleiter begleiten und verhindern, dass sich die Flammen weiter ausbreiten (Riegelstellung). Im Anschluss wurde dann gemeinsam abgebaut.

„Die Schläuche sind schon schwerer als unsere“, hörte man dann schon mal von den Jugendlichen.
Aber alle waren begeistert und hatten ein Lächeln im Gesicht.

Denn sie bekamen einen guten Einblick, wie man mit den Geräten umgeht, die sie bei den Diensten in der Theorie erklärt bekommen.
So wurde auch der Umgang mit der Wärmebildkamera gezeigt, oder welche Funktionen ein Hohlstrahlrohr hat. Auch der strombetriebene Hochleistungslüfter kam zum Einsatz, um das Gebäude vom Nebel zu befreien.


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