Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Heiligenloh

Geschrieben von Jens Meyer

Samstag, 07.01.2017

„Weg für Ridderade wurde fei gemacht“

Bis auf den letzten Platz gefüllt war am Samstagabend das Feuerwehrhaus in Heiligenloh. 33 von 36 aktiven Feuerwehrleuten waren dort. Zudem zahlreiche passive Mitglieder und Gäste aus Politik, Verwaltung und Stadtfeuerwehr.

Ortsbrandmeister Friedrich Wellhausen betonte in seinem Jahresbericht für 2016, dass es mehr Einsätze gab, als wie im Vorjahr. Besonders hob er den Brand einer Pistenraupe hervor. Auch ging er darauf ein, warum Brandmeldeanlagen Fehlalarmierungen auslösen. Davon gab es 5 Stück. Insgesamt gab es 28 Einsätze.
Er freute sich, dass in 2016 viele junge Menschen den Weg nach Heiligenloh zurück gefunden haben. „Das ist ein gutes Zeichen für unsere Ortschaft“.

Viele Veränderungen wurden 2016 auf den Weg gebracht. U.a. wg dem demografischen Wandel, auch die Fusion mit der Ortsfeuerwehr Ridderade geplant. Es wurde der „Löschzug West“ gebildet und der Dienstplan um gemeinsame Dienste mit anderen Ortsfeuerwehren erweitert. Im Herbst vergangenen Jahres fand in dieser Konstellation bereits eine Übung statt.

Sein Stellvertreter Jürgen Schiller ging näher auf die Dienste ein. Dass sich die Heiligenloher nicht nur mit ihrem Einsatzgebiet beschäftigen, wurde mit einer Ausbildung an den Tiefenbrunnen in Twistringen unterstrichen. In Schadensfällen sind sie dafür vorgesehen, von dort aus eine Wasserversorgung herzustellen.

Die verschiedenen Fachwarte berichteten aus ihren Bereichen. Für Carsten Schütte war es der letzte Bericht als Gruppenführer der Wettbewerbsgruppe. „Vielen Dank für die super Erfolge, die ihr mir erbracht habt“. So konnte sich sein Team mit dem Sieg des Stadtwettbewerbes 2016 von ihm verabschieden. Seine Nachfolgerin Laura Sander bedankte sich im Namen der Gruppe mit einem Geschenk.

In seinem Grußwort ging Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen, in Personalunion auch als stellv. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, auf das vergangene Jahr ein.
In 2017 wird es wieder eine Heißausbildung geben. Man muss sich mit einer neuen Verwaltungssoftware auseinandersetzen und für den Trinkwasserschutz wird auch etwas getan.
Verändert wird auch der Stadtwettbewerb. So wird erstmalig auf einen Stadtfeuerwehrball verzichtet. Die Siegerehrung wird direkt im Anschluss vollzogen. Als Wettkampfplatz konnten die Heiligenloher eine Fläche in Ellinghausen bekommen.
Er dankte dem Förderverein für die Unterstützung. Vor allem wurde viel in die Schutzausrüstung der Einsatzkräfte investiert.

Weiter ging er auf das Thema der Fusion ein und erklärte, dass die Umstrukturierungen auch aufgrund stichwortbezogener Alarmierungen und der Tagesverfügbarkeit gemacht wurden. „Gemessen an der Einwohnerzahl sind wir die kleinste Gemeindefeuerwehr im Landkreis Diepholz. Es ist wichtig, dass wir die Stärke am Tage halten, gerade auch wg den wenigen Arbeitsplätzen im Stadtgebiet“. Richtschnurr waren das Nieders. Brandschutzgesetz und die Feuerwehrverordnung. Bereits in 2007 und 2010 wurden die Themen bearbeitet. Es wurden damals Stadtart-Einsatzregeln aufgestellt und ein Fahrzeugkonzept bis 2020 entwickelt.
Das Prinzip der Löschgruppe haben wir seit 90 Jahren im Stadtgebiet (Marhorst/Twistringen). Die Übung im Herbst hat als deutliches Defizit das Fehlen eines Einsatzleitwagens aufgezeigt.
Die jungen Einsatzkräfte kennen sich eh schon aus der gemeinsamen Grundausbildung. Daher können die gemeinsamen Dienste als Chance angesehen werden.

„Aversionen gegen Ridderade gibt es nicht“, so Ortsbürgermeisterin Anke von der Lage-Borchers. Sie honorierte die viele Zeit, die für Ausbildung investiert wird.

Vorsitzender des Arbeitskreis Feuerwehr im Stadtrat Werner Schütte (SPD) berichtete, dass die Probleme der Politik vorgestellt wurden. Er ist auch froh, dass die Feuerwehr gleich Lösungen mitliefern würde.

Auf eigenen Wunsch gab der stellv. Ortsbrandmeister Jürgen Schiller sein Amt ab. Die Neuwahl brachte Matthias Lüschen als seinen Nachfolger hervor. Heinz-Joachim Hofmeister muss in 2016 sein Amt als Ortsschriftwart aus Altersgründen abgeben. Sein Nachfolger wird Sven Blumberg.

Die anschließende geheime Wahl zur Fusion mit Ridderade wurde mit Spannung erwartet. Ortsbrandmeister Friedrich Wellhausen verkündete ein fast einstimmiges Ergebnis. Mit 32 ja-Stimmen wurde der Weg frei gemacht.
Meyer-Hanschen: “ein gutes Signal an die Ridderader“.

Beförderungen:
Matthias Lüschen zum Oberlöschmeister
Carsten Schütte zum Hauptlöschmeister

Ehrungen jew für 40 Jahre Mitgliedschaft in aktiven Dienst:
Heinrich Brand
Friedrich Wellhausen
Gerd Harms


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