Die Ortsfeuerwehren Rüssen (Landkreis Diepholz) und Goldenstedt (Landkreis Vechta) veranstalteten einen gemeinsamen Übungsdienst zum Thema „Technische Hilfeleistung“. Ereignet sich ein Verkehrsunfall im Bereich der Rüssener, gibt eine vordefinierte Alarm- und Ausrückordnung (AAO) vor, welche Feuerwehren bei diesem Ereignis gerufen werden. Die Standarteinsatzregel sieht 2 hydraulische Rettungssätze (Schere/Spreizer) vor. Davon wird 1 von der Ortsfeuerwehr Twistringen gestellt, und der 2. Satz kommt aufgrund der kurzen Entfernung aus Goldenstedt. Somit ist immer noch ein 3. Satz in Twistringen in Reserve.

„Was wir mit den Gerätschaften unserer Feuerwehr leisten können, dass wissen wir. Somit kennen wir auch unsere Grenzen“, so Rüssens stellvertretender Ortsbrandmeister Sven Schütte. Er hatte den Dienst mit den Freunden des Nachbarlandkreises organisiert.
Der Schwerpunkt wurde auf die Möglichkeiten der Goldenstedter Brandschützer gelegt. Der Umgang mit dem hydraulischen Gerät, insbesondere mit Schere und Spreizer, bedarf höchster Sorgfalt um eine verunfallte Person möglichst schnell und schonend zu retten.

Alle Beteiligten waren sich nach dem Übungsdienst einig, dass solche Dienste der richtige Weg sind, um mit der nötigen Professionalität die bestmögliche Hilfe leisten zu können. Somit liegt es auf der Hand, dass diese Übungskooperation in der Zukunft auch vertieft werden soll.

Pressesprecher Jens Meyer, „diese landkreisübergreifende Ausbildung ist wichtig um zu wissen, was der andere mit seinen Geräten leisten kann“. Wenn es dann zum gemeinsamen Einsatz kommt, klappt das Zusammenspiel noch reibungsloser und man kann die Mannschaften auch mischen. Die Feuerwehren auf Twistringer Gebiet üben regelmäßig zusammen. „So ist dieser Dienst doch schon eine Besonderheit“, so Meyer weiter. In der Theorie gelten die Gemeinde- und Kreisgrenzen schon. Aber bei einem Unfall ist es dem Verletzten egal, aus welcher Himmelsrichtung nun schnelle und gute Helfer anrücken.
Und somit wird bei der Erstellung der eingangs beschriebenen AAO natürlich nicht vor Grenzen halt gemacht und das nächstgelegene Rettungsmittel alarmiert.

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