Die Corona-Phase geht auch nicht spurlos an der Jugendfeuerwehr vorbei. Zahlreiche Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 wurde kein Dienst mehr durchgeführt. „Nur ein wenig Sport in Kleingruppen konnte im letzten Sommer gemacht werden“, so Stadtjugendfeuerwehrwart Maik Nordloh. Austritte aufgrund der fehlenden Dienste sind bisher zum Glück nicht vorgekommen. „Aber an der Weihnachts- und Osteraktion konnte man schon merken, dass die Jugendlichen mit den Hufen scharren und wieder loslegen wollen“, so Nordloh weiter. Unter Beachtung des Hygienekonzeptes konnten süße Überraschungen verteilt werden.
Damit das Wissen nicht ganz verloren geht haben sich die Betreuer was einfallen lassen. Eine Rally und ein Quiz. „Es war schon zeitaufwendig das alles zusammenzustellen“, berichtet Thorsten Siemers, Stellvertreter von Nordloh, „aber das machen wir sehr sehr gerne“.
So wurden 2 Strecken ausgearbeitet. Die Jugendlichen konnten zwischen einer Strecke je in Twistringen oder Heiligenloh wählen, oder auch beide. Dazu gab es ein Quiz. Sie durften die Rally alleine, oder in 2er-Teams absolvieren – ganz Corona-konform.
In einem Rally-Umschlag befanden sich viele weitere verschlossene Umschläge, ein Stadtplan, eine Anleitung und ein Kugelschreiber. Auf dem Stadtplan waren Markierungen. Dort angekommen mussten die Teilnehmer die Daten auf einem Hydrantenschild auswerten. Weisen diese den aktiven Feuerwehrleuten im Einsatzfall auf eine Löschwasserentnahmestelle hin, so dienten die Zahlen in diesem Fall als Schlüsselcode, welcher Umschlag zu öffnen sei. Dabei waren auch Fehlumschläge. Diese sollten geschlossen bleiben. Hatte man den richtigen Umschlag ausgewählt, befand sich darin ein Fragebogen mit Spezialfragen rund um die Feuerwehr. Mit den richtigen Antworten bekam man einen Buchstaben, welche dann das Lösungswort ergaben.
Stadtfeuerwehrpressesprecher Jens Meyer „die Strecke war mit dem Fahrrad gut zu fahren und auch nicht zu lang. So konnte man noch einen gemütlichen Zwischenstopp bei einem leckeren Eis einlegen“.
Betreuer Thomas Diephaus „viele Jugendliche haben die Rally ohne Probleme hinbekommen und wir werden uns noch weitere Sachen ausdenken“. „Und wir hoffen, dass die Jugendfeuerwehr ihren Dienstbetrieb alsbald wieder aufnehmen kann“, ergänzt Nordloh. Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen bedankt sich ausdrücklich beim Team für die Ausarbeitung. „Es ist enorm wichtig, dass ihr eure Jugendlichen bei Laune haltet“.

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