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Großübung im Gewerbegebiet

Datum: 25.11.2025
Alarmzeit: 19:15 Uhr
Alarmierungsart: Meldeempfänger
Kategorie: Feuer Objektmit Einsatzplan
Art: Brandeinsatz
Einsatzort: Justus-von-Liebig Straße, Mörsen
Einsatzleiter: Jörg Schuster
Fahrzeuge: ELW 1 HLF 20 DLK 18/12 TLF 16/25 MZF GW-L2 MTW TSF LF 10 TLF 2000 ELW 1 LZ West TSF TSF-W
Eingesetzte Kräfte: Löschzug Ost, Löschzug West, Einsatzleitung Ort (ELO18), Feuerwehr Bassum


Einsatzbericht:

Durch den stellv. Stadtbrandmeister Klaus Krebs von langer Hand geplant, und bis dahin weitestgehend geheim gehalten, war eine großangelegt Alarmübung am Dienstagabend. Als weitere Beobachter fungierten Kreisbrandmeister Michael Wessels und der stellv. Kreissicherheitsbeauftragte Stefan Schiebe.
Mit rund 2 Stunden Verspätung, Krebs und Schuster mussten noch zu einer Ausschusssitzung, wurde die erste Alarmierung für den Löschzug Ost um 19:15 Uhr vorgenommen. "Auslösung Brandmeldeanlage bei MST" in der Justus-von-Liebig-Straße. Eigentlich ein normales Einsatzstichwort. Geht man im Regelfall von einem Fehlalarm aus, war es dieses Mal ganz anders. Bei der ersten Erkundung stellte stellv. Ortsbrandmeister Robert Buschmann fest, dass eine Halle auf dem Gelände im Vollbrand stand, und eine weitere bereits betroffen war. Weitere Hallen waren bedroht. Menschen waren nicht in Gefahr. Daher wurde das Einsatzstichwort von FMBA (Feuer Brandmeldeanlage) in FOB1 (Feuer in Objekt mit Alarmplan) geändert. Dies hatte zur Folge, dass der Löschzug West alarmiert wurde. Als weitere Verstärkung wurden die Ortsfeuerwehren Bassum (mit Hubarbeitsbühne und LF10) und Drebber (mit Gerätewagen -Logistik und Tanklöschfahrzeug) hinzugezogen. Stadtbrandmeister Jörg Schuster übernahm die Einsatzleitung für rund 120 Kräfte mit 17 Fahrzeugen.
Der Schwerpunkt dieser Übung lag mal nicht auf Menschenrettung, Brandbekämpfung und Einsatz unter Atemschutz, Sondern, der Fokus wurde auf die Löschwasserversorgung und der Arbeit in der Einsatzleitung gelegt.
„Wir wollten messen, wie viel Löschwasser uns im Gewerbegebiet zur Verfügung steht“, so Krebs. Und in Spitzenzeiten konnten bis zu 4.000 Liter pro Minute aus den Strahlrohren und den beiden Hubrettungsfahrzeugen (Drehleiter Twistringen + HAB Bassum) abgegeben werden. Dafür mussten aber auch rund 190 B-Schläuche verlegt werden. Es wurde ein Untereinsatzabschnitt „Wasserversorgung“ gebildet. Diesem wurden die Gerätewagen-Logistik aus Marhorst und Drebber unterstellt. Beide Fahrzeuge verfügen über rund 5.000m Schlauchmaterial. 3.800m wurden benötigt. Es musste auch taktisch überlegt werden, welche Wasserentnahmestellen genutzt werden konnten.
Aufgrund des hohen Personalbedarfs musste in der Einsatzleitung ein Funkkonzept umgesetzt werden. Es wurden 4 Einsatzabschnitte gebildet. Jeder bekam einen eigenen Kanal zugewiesen. So behinderte man sich nicht gegenseitig.
Krebs zieht aus dieser Übung die Erkenntnis, dass unsere bisherige Strategie im kleinen Maße überarbeitet werden muss.
Solche Situationen sind nicht alltäglich und daher war diese Übung absolut sinnvoll. Auch wenn die letzten Kräfte erst kurz vor Mitternacht das Gelände verlassen konnten. Unser Dank geht an die Firma MST. Sie hat ohne zu zögern ihr Firmengelände zur Verfügung gestellt. Über die Kreisfeuerwehrküche wurde Erbsensuppe organisiert. Danke auch an die Feuerwehren Bassum und Drebber, dass sie uns bei dieser Übung unterstützt haben. Die FTZ Barrien hatte bereits Reservematerial geliefert.

 

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