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Rinderstall brennt

Datum: 11.02.2021
Alarmzeit: 19:07 Uhr
Alarmierungsart: Sirenen und Meldeempfänger
Kategorie: Feuer 2
Art: Brandeinsatz
Einsatzort: Üssinghausen
Einsatzleiter: Klaus Krebs
Fahrzeuge: ELW 1 HLF 20 DLK 18/12 TLF 16/25 MZF GW-L2 MTW TSF TLF 2000
Eingesetzte Kräfte: Löschzug Ost, OrtsFw Heiligenloh, Rettungsdienst, Polizei


Einsatzbericht:

Brandeinsatz

Der Besitzer einer Stallanlage im Twistringer Ortsteil Üssinghausen bemerkte am Donnerstagabend bei einem benachbarten Rinderstall in ca. 500m Entfernung einen Feuerschein. Bei der Inaugenscheinnahme stellte er fest, dass in dem Stall Stroh brannte. Die Tiere befanden sich noch im Inneren. Diese konnte er dann auf eine Weide ins Freie lassen. Es wurde keines der Rinder verletzt. Sie schauten eher neugierig bei den Löschmaßnahmen zu.

Für den Löschzug Ost wurde Vollalarm ausgelöst. Unter Leitung von Ortsbrandmeister Klaus Krebs waren mehr als 60 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK-Bereitschaft und Polizei vor Ort.
Für die sehr abgelegene Einsatzstelle musste zunächst eine sog. "Ordnung des Raumes" erfolgen. Es führte nur ein schmaler Feldweg dorthin, welcher natürlich unter einer Schneedecke lag.
Der Frost der letzten Tage sorgte aber für einen gefrorenen Boden eines angrenzenden Feldes. Somit stand ausreichend Platz zur Verfügung.

Für die Wasserversorgung stand ein Hydrant in einer Entfernung von ca. 1,3km zur Verfügung.
Krebs entschied sich sofort dazu, 2 weitere geländegängige Tanklöschfahrzeuge (TLF) nachzualarmieren. Die Ortsfeuerwehren Heiligenloh und Beckeln (LK OL) kamen somit hinzu.
Zusammen mit dem Twistringer TLF wurde dann ein Pendelverkehr vom Hydranten aus eingerichtet. Sie brachten das Löschwasser zur Einsatzstelle. Somit wurde das Verlegen und auch anschließende Aufnehmen einer Schlauchleitung vermieden.

Zur Eigensicherung wurde die Bereitschaft des DRK-Twistringen hinzugezogen. Sie lösten mit 4 Kräften einen RTW ab, welcher dann für andere Notfalleinsätze zur Verfügung stand.

Im ersten Löschangriff gingen 4 Kräfte unter schwerem Atemschutz in den Stall vor. Dem Löschwasser wurde Schaummittelkonzentrat beigement. So entstand "entspanntes Wasser", welches in die 4 Quaderballen eindringen konnte. Im Laufe des Einsatzes wurden 6 weitere Atemschutzgeräteträger eingesetzt. Die Ballen wurden auseinander gezogen und nach Draußen geschafft. Hier wurde das Stroh weiter abgelöscht. Eine auf dem Dach des Stalles installierte PV-Anlage konnte von vorhandenem Fachpersonal abgeklemmt werden.
Mit einer Wärmebildkamera wurde das Gebäude abschließend kontrolliert.
Der Stall konnte vollständig gerettet werden.

Nach gut 2,5 Std war der Einsatz beendet.
Kreisbrandmeister Michael Wessels und Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Im Anschluss wurden den Einsatzkräften im Twistringer Feuerwehrhaus warmes Essen und Getränke gereicht. Die Kälte steckte, trotz der dicken Schutzkleidung, in den Knochen.

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Sonstige Informationen

Einsatzbilder

 
 

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