Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Ridderade

Geschrieben von Jens Meyer

Sonntag, 15.01.2017

Feuerwehr-Standort Ridderade bleibt erhalten

Am Freitagabend beendete Ortsbrandmeister Arnd Brand die letzte Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Ridderade . Mit 14 ja-, gegen 3 nein-Stimmen viel das Votum eindeutig zugunsten der Fusion mit der Ortsfeuerwehr Heiligenloh aus. 17 von 19 aktiven Mitgliedern waren anwesend.
Neben Gästen aus Politik, Verwaltung, Stadtfeuerwehr und den passiven Mitgliedern der Ortsfeuerwehr Ridderade, konnte Brand auch Kreisbrandmeister Michael Wessels begrüßen.

Zu Beginn stellte Schriftwart Manfred Dießelberg den Jahresbericht 2016 vor. Eindrucksvoll lies er das vergangene Jahr revue passieren.
Jedes Mitglied leistete 148 Stunden. Neben einigen Übungen gab es auch 2 Einsätze (2015 gab es 7 Einsätze). Unterstützung wurde beim Großbrand in Twistringen an der St.-Annen-Straße benötigt. Außerdem befanden sich einige Kräfte in Bereitschaft, als ein Großbrand in Rüstingen (Drentwede) zu bekämpfen war.

Die einzelnen Fachwarte berichteten aus ihren Bereichen. Petra Gaumann als Gruppenführerin der Wettbewerbsgruppe berichtete, dass die Gruppe einen guten Abschluss in der Klasse A-TS erreicht hatte und damit den Klassenerhalt sicherte. Junge Mitglieder der Ridderader schließen sich nun der Heiligenloher Gruppe an.
Bärbel und Manfred Dießelberg konnten mit Wort und Bild die Funk- und Fahrübung aus dem letzten Jahr näher bringen. Diese hatten die Ridderader ausgearbeitet. Von den Teilnehmern kamen nur positive Rückmeldungen.

Ortsbürgermeisterin Anke von der Lage-Borchers sprach ebenfalls von den Lobensworten zur Funkfahrt. An alle:„Euren freiwilligen Einsatz kann man nicht hoch genug anerkennen. Dafür ein großes Dankeschön!“.

Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen gab vor der geheimen Wahl zur Fusion einen Rückblick, warum diese angestrebt wird. Er berichtete von den Auswertungen (wie viele Kräfte tagsüber zur Verfügung stehen) und der Alarm- und Ausrückordnung. „Wir müssen das Gesetz erfüllen.“ Zur Orientierung wird ein kritischer Wohnungsbrand angenommen. Bei solch einem Einsatz sind sofort mindestens 8 Atemschutzgeräteträger notwendig (2 Angriffs- + 2 Sicherungstrupps). Deswegen wurden in 2007 auch die Standart-Einsatzregeln eingeführt.
Eine Mindeststärke von 90% sei kurzzeitig okay, aber auf Dauer wollen wir alle Standorte erhalten.„Wir können auf niemanden verzichten!“. Daher die Idee, die Ortsfeuerwehr Ridderade als Löschgruppe in die Ortsfeuerwehr Heiligenloh einzugliedern. Das funktioniert mit Marhorst und Twistringen auch. „Eine Auflösung wäre der schlechteste Weg. Auf Dauer ist die Fusion der richtige Schritt“.
So hat man auch die Möglichkeit, Sonderaufgaben zu vergeben und zB einen ELW (Einsatzleitwagen) zu stationieren.
Nach Bildung der Löschzüge wird die Alarmierung nicht großartig anders werden.
Das TSF der Ridderader ist für den Transport von Übungsmaterial für die Jugendfeuerwehr vorgesehen.

Arnd Brand verkündete das Ergebnis. „Wir müssen es mit Leben füllen. Diskutiert weiter, wir können den Weg mitgestalten“.

Kreisbrandmeister Michael Wessels gratulierte zum Entschluss. “Es gibt in der heutigen Zeit Situationen, auf die wir reagieren müssen“. Manchmal kann man einfach nichts dafür, dass man an seine Leistungsgrenzen heran kommt. Nach dem Abitur gehen junge Menschen in die Welt und kehren in den seltesten Fällen ins Dorf zurück. Es ist völlig normal, dass wir in den nächsten Jahren weiteren Mitgliederschwund haben werden.
„Für euch wird sich nicht ganz viel ändern. Ihr bekommt neue Aufgaben“.
Auch die Einheiten der Kreisfeuerwehr sind an den Änderungen in der Gesellschaft ausgerichtet. Auch dort gibt es spezielle Aufgabenprofile.
Die Feuerwehren in der Stadt Twistringen sind auf einem ausgezeichneten Ausbildungsstand. Sie machen mit dem, was ihnen zur Verfügung steht, das Allerbeste.
Ihr werdet nun von vielen beobachtet werden, die ähnliche Pläne in den Schubladen haben.

Auch Carsten Werft in Vertretung für Bürgermeister Martin Schlake lobte die vernünftige Lösung. Er ging auf die gute Kameradschaft und Dorfgemeinschaft ein.

Beförderungen:
Bärbel Dießelberg und Petra Gaumann zu Hauptfeuerwehrfrauen
Florian Meins und Maik Nordloh zu Hauptfeuerwehrmännern

Ehrung:
Michael Bienert für 25 jährige aktive Mitgliedschaft


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