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Abbrandrate

  • Allgemein: die in einer bestimmten Zeitspanne verbrennende Masse eines brennbaren Stoffs, z.B. in Gramm je Sekunde (g/s); sie hängt von der Art (fest, flüssig, gasförmig) und der Verteilung (z.B. als Papierstapel oder Knüllpapier) des brennenden Stoffs ab sowie von der Möglichkeit des Luftzutritts

  • Spezifisch (auch: Abbrandgeschwindigkeit): die in einer bestimmten Zeit verbrennende Masse oder das Volumen eines brennbaren Stoffs, bezogen auf die Fläche (Brennstoffoberfläche; DIN 14011-1); Einheit: kg/(m<SUP>2</SUP> · s); Beispiel: Holz 55 kg/(m<SUP>2</SUP> · s)


Abriegeln

Art des Vorgehens mit dem Ziel, die Brandausbreitung in bestimmter Richtung zu unterbinden (DIN 14011-1).


ABS

Abkürzung für: Antiblockiersystem; eine Regeleinrichtung, die beim Bremsen den Schlupf im Sinne der Raddrehung an einem Rad oder an mehreren Rädern eines Fahrzeugs automatisch regelt und ein Blockieren der Räder verhindert.


Abschirmung

Maßnahmen zum Fernhalten störender Einflüsse, z.B. auf elektronische Bauteile aber auch auf den menschlichen Körper (Strahlenschutz):

  • im Strahlenschutz: Maßnahmen, um die Strahlung radioaktiver Quellen bzw. kerntechnischer Anlagen zu verringern; Schutz durch um den Reaktor oder die radioaktive Quelle angebrachtes, mehr oder weniger dickeres Absorbiermaterial
  • elektrische Felder: Schirm (Umhüllung) aus leitendem Werkstoff, z.B. Aluminium; Beispiel: Faradayscher Käfig
  • magentischer Felder: Schirm aus ferromagnetischem (= sich wie Eisen verhaltend) Werkstoff; Beispiel: Abschirmung von Messgeräten


Absperrbereich

von → Absperrgrenzen umgebener Bereich der Einsatzstelle; man unterscheidet zwei Absperrbereiche:

  • Gefahrenbereich (auch: Gefahrenbereich der Feuerwehr): von der inneren → Absperrgrenze gegebener Bereich, innerhalb dessen die Gefahr, z.B. ein ungewollt ausgetretener Gefahrstoff, vorkommt. Dieser Bereich darf nur von Einsatzkräften unter entsprechender Schutzausrüstung und erforderlichenfalls nur mit entsprechenden Messgeräten betreten werden
  • äußerer Absperrbereich: (auch polizeilicher Absperrbereich): von der äußeren → Absperrgrenze umgebener Bereich; er dient der Aufstellung der Feuerwehrkräfte (Mannschaft, Fahrzeug und Gerät). Der äußere Gefahrenbereich, d.h. die äußere Absperrgrenze, sollte durch Kräfte der Polizei vor dem Betreten Unbefugter gesichert werden


Absperrgrenze

  • äußere: Eingrenzung des äußeren → Absperrbereichs ; sie sollte durch die Kräfte der Polizei gesichert werden und für Unbeteiligte unpassierbar sein. Der Verlauf der äußeren Absperrgrenze richtet sich nach
    • der → inneren Absperrgrenze und sollte ausreichenden Abstand dorthin ermöglichen,
    • den örtlichen Gegebenheiten wie Bebauung und meteorologischen Gegebenheiten;
  • innere: Eingrenzung des Gefahrenbereichs; die Absperrgrenze beträgt beim Gefahrguteinsatz bei unbekanntem Gefahrstoff (abhängig von der Windrichtung) mindestens 50 m, kann aber bei explosiven Stoffen auf mehrere hundert Meter ausgedehnt werden; Beispiele (Auswahl): Im Strahlenschutzeinsatz beträgt nach erfolgter Identifizierung der Strahlenquelle der Abstand mindestens 25 m; bei brennbaren Flüssigkeiten, ebenso bei Säuren und Laugen 5 m; bei giftigen oder ätzenden Gasen, Dämpfen, Nebeln und Stäuben mindestens 15 m.

Absperrgrenze, innere (bei Gefahrguteinsätzen)
AbstandGefahrstoffBeispiele
5 m
  • bei brennbaren Flüssigkeiten (außer VbF A I und B),
  • bei Säuren und Laugen ohne Gas- oder Dampfentwicklung
  • Diesel,
  • Heizöl
15 m
  • bei giftigen oder ätzenden Gasen, Dämpfen, Nebeln und Stäuben
  • Salzsäurenebel
25 m
  • bei radioaktiven Stoffen
  • Strontium
30 m
  • bei explosionsfähigen Gas-, Dampf-, Staub- oder Nebel-Luft-Gemischen
größere Wolke eines Benzindampf-Luft-Gemischs
50 m
  • solange der Gefahrstoff noch nicht bekannt ist
kein Gefahrguthaben mehr vorhanden
100 bis 1.000 m
  • bei explosionsgefährlichen Stoffen, die massenexplosionsfähig sind oder wenn die Gefahr der Bildung von Splittern, Spreng- oder Wurfstücken besteht,
  • bei ausgedehnten Flüssiggaswolken,
  • bei Gasbehältern unter Brandeinwirkung
  • Sprengstoff,
  • Munition


Abstandsgesetz (beim Strahlenschutz)

Richtig: quadratisches Abstandsgesetz: "Die Stärke der → Dosisleistung (bei einer punktförmigen Strahlenquelle) nimmt mit dem Quadrat des Abstands ab"; Beispiel: In 2 m Entfernung ist die Dosisleistung nur noch ein Viertel, in 3 m nur ein Neuntel usw.


Abwehrender Brandschutz

Brandschutz, abwehrender


Adhäsion

Das Aneinanderhaften von Stoffen infolge von Kräften, die zwischen den Molekülen zweier verschiedener Stoffe wirken, sog. Anhangskraft; Beispiel: Wasser auf der Oberfläche eines festen Stoffs; Gegensatz: Kohäsion.


ADR

Abkürzung für: Accord Européen Relatif au Transport International des Merchhandises Dangereuses par Rout e = Europäisches Übereinkommen (international) über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße


AFFF

Abkürzung für: Aqueus Film Forming Foam (wasserfilmbildendes → Schaummittel).


Aktivität (einer radioaktiven Substanz)

Anzahl der je Sekunde von einer radioaktiven Substanz ausgesandten Teilchen (DIN 1301-1; Einheit: → Becquerel (Bq); 1 Bq = 1 Zerfall von Atomen je Sekunde).


Alarmierung

Ausgabe eines Befehls, durch den bestimmte Einsatzkräfte zu einem sofortigen Einsatz oder zur Bereitstellung aufgefordert werden.


Alarmierungsstichwort

Stichwort (Kennzeichnung) des betreffenden Schadens; die Feuerwehr-Kennzeichnung eines bestimmten Ereignisses; Zweck: Präzisierung der Alarmierung für die → Ausrückeordnung ; Beispiele: "Brand Pkw", "Brand Lkw", "Wohnungsbrand". Dem Alarmierungsstichwort sind in der → Ausrückeordnung Anzahl und Art der zu entsendenden Einheiten zugeordnet (DIN 14011-1).


Alarmierungszeit

Die Zeit zwischen dem Ende der Abgabe einer Meldung und dem Abschluss der Alarmierung von Einsatzkräften.


allpolig (Abschalten elektrischer Leitungen)

Schalten aller Außenleiter in einem einzigen Schaltvorgang; bei Drehstrom aller drei Außenleiter, bei Einphasenwechselstrom des stromführenden Leiters, bei Gleichstrom beider Leiter - nicht jedoch des Schutzleiters.


Alphabet (Buchstabiertafel)

Tabelle, auf der jeder Buchstabe durch ein Wort vertreten ist als Hilfsmittel zum Buchstabieren.


BuchstabeInland-AlphabetInternationales Alphabet der Luftfahrt (nach ICAO)
A
Ä
B
C
CH
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
SCH
T
U
Ü
V
W
X
Y
Z
Anton
Ärger
Berta
Cäsar
Charlotte
Dora
Emil
Friedrich
Gustav
Heinrich
Ida
Julius
Kaufmann
Ludwig
Martha
Nordpol
Otto
Ökonom
Paula
Quelle
Richard
Samuel
Schule
Theodor
Ulrich
Übermut
Viktor
Wilhelm
Xanthippe
Ypsilon
Zacharias
Alfa
-
Bravo
Charlie
-
Delta
Echo
Foxtrott
Golf
Hotel
India
Juliet
Kilo
Lim
Mike
November
Oscar
-
Papa
Quebec
Romeo
Sierra
-
Tango
Uniform
-
Victor
Whisky
X-Ray
Yankee
Zulu


Anfahrzeit (auch: Anmarschzeit)

Die Zeit zwischen dem Verlassen der Feuerwache (d.h. dem Ausrücken der Einsatzkräfte) und dem Eintreffen am Einsatzort.


Angriffstrupp (A-Tr)

Er rettet und leistet Technische Hilfe. Er besteht aus einem → Truppführer und einem Truppmann.


Anhängefahrzeug (Anhänger)

Nach DIN EN 1846-1: nicht selbstfahrendes Straßenfahrzeug, das nach seiner Bauart dazu bestimmt ist, von einem → Kraftfahrzeug mitgeführt zu werden und für den Transport von Personen und Gütern verwendet wird (DIN 70020); Beispiele: Caravan, Sattelanhänger, → Spezialanhänger


Anhängeleiter (AL)

Eine Feuerwehrleiter , bestehend aus einem Einachs-Fahrgestell mit einer Zugeinrichtung sowie einem handbetätigten Leiterantrieb mit aufricht- und ausfahrbarem Leitersatz (DIN 14703).


Anhänger

  • Anhängefahrzeug ;
  • mit Schaum-Wasserwerfer (SWA): einachsiger Feuerwehranhänger mit abnehmbarem Schaum-Wasserwerfer, Schaummittelzumischer und Behältern für Schaummittel nach DIN 14521.


Anlegeleiter

Anstellleiter


Anmarschzeit

Anfahrzeit


Ansaugschlauch

Saugschlauch


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