FAQs

Frage

Absperrgrenze

Antwort

  • äußere: Eingrenzung des äußeren → Absperrbereichs ; sie sollte durch die Kräfte der Polizei gesichert werden und für Unbeteiligte unpassierbar sein. Der Verlauf der äußeren Absperrgrenze richtet sich nach
    • der → inneren Absperrgrenze und sollte ausreichenden Abstand dorthin ermöglichen,
    • den örtlichen Gegebenheiten wie Bebauung und meteorologischen Gegebenheiten;
  • innere: Eingrenzung des Gefahrenbereichs; die Absperrgrenze beträgt beim Gefahrguteinsatz bei unbekanntem Gefahrstoff (abhängig von der Windrichtung) mindestens 50 m, kann aber bei explosiven Stoffen auf mehrere hundert Meter ausgedehnt werden; Beispiele (Auswahl): Im Strahlenschutzeinsatz beträgt nach erfolgter Identifizierung der Strahlenquelle der Abstand mindestens 25 m; bei brennbaren Flüssigkeiten, ebenso bei Säuren und Laugen 5 m; bei giftigen oder ätzenden Gasen, Dämpfen, Nebeln und Stäuben mindestens 15 m.

Absperrgrenze, innere (bei Gefahrguteinsätzen)
AbstandGefahrstoffBeispiele
5 m
  • bei brennbaren Flüssigkeiten (außer VbF A I und B),
  • bei Säuren und Laugen ohne Gas- oder Dampfentwicklung
  • Diesel,
  • Heizöl
15 m
  • bei giftigen oder ätzenden Gasen, Dämpfen, Nebeln und Stäuben
  • Salzsäurenebel
25 m
  • bei radioaktiven Stoffen
  • Strontium
30 m
  • bei explosionsfähigen Gas-, Dampf-, Staub- oder Nebel-Luft-Gemischen
größere Wolke eines Benzindampf-Luft-Gemischs
50 m
  • solange der Gefahrstoff noch nicht bekannt ist
kein Gefahrguthaben mehr vorhanden
100 bis 1.000 m
  • bei explosionsgefährlichen Stoffen, die massenexplosionsfähig sind oder wenn die Gefahr der Bildung von Splittern, Spreng- oder Wurfstücken besteht,
  • bei ausgedehnten Flüssiggaswolken,
  • bei Gasbehältern unter Brandeinwirkung
  • Sprengstoff,
  • Munition

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